Steh-sitz-arbeitstische: gesundheitsförderung im büro

Und es bewegt sich doch: Steh-Sitz-Bürotische werden nicht nur in Skandinavien, sondern auf der ganzen Welt immer häufiger eingesetzt. Das ist die logische Konsequenz aus zahlreichen Forschungsarbeiten, die Gesundheitsschädigungen durch zu langes Sitzen nachgewiesen haben. Die Herausforderung lautet nunmehr: Wie bringt man die Beschäftigten dazu, ihre Steh-Sitz-Tische tatsächlich zu nutzen?

Bereits Ende der Achtzigerjahre stellte Kinnarps Steh-Sitz-Arbeitstische her, um die Ergonomie am Arbeitsplatz zu verbessern.

Die ersten Modelle wurden noch manuell bedient, aber bereits 1991 brachte Kinnarps elektrisch höhenverstellbare Steh-Sitz-Arbeitstische auf den Markt. Inzwischen sind die Beschäftigten und Personalvertretungen in den Unternehmen sensibilisiert und fordern vom Arbeitgeber, ergonomische Büromöbel zur Verfügung zu stellen. Eine Kinnarps-Studie ergab, dass vier von fünf Büroangestellten ergonomische Möbel haben möchten, beispielsweise Steh-Sitz-Tische.

LÄNGER LEBEN MIT STEH-SITZ-TISCHEN

„Es ist schon seit Langem bekannt, dass ein Wechsel zwischen sitzender und stehender Tätigkeit zu einer Reduzierung des Risikos von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. In den vergangenen Jahren konnten jedoch mehrere Forschungsprojekte nachweisen, dass es sogar explizit gesundheitsschädigend ist, wenn man bei der Arbeit ständig sitzt. Diese Erkenntnis hat zu einem zunehmenden Interesse an Steh-Sitz-Arbeitstischen geführt. Darüber hinaus setzt der Körper infolge von Bewegung gesundheitsfördernde Substanzen frei. Diese können sogar zu einer höheren Lebenserwartung führen“, erklärt Anders Lundahl.

Langes Sitzen schadet also dem Körper und der Leistungsfähigkeit. Es beeinträchtigt die Körperhaltung und steigert das Risiko typischer Erkrankungen wie Herzleiden oder Diabetes.

Steh-Sitz-Tische unterstützen dagegen die regelmäßige Veränderung der Arbeitshaltung und die Steigerung der Mobilität, was wiederum die Durchblutung fördert. Gleichzeitig werden hormonähnliche Stoffe freigesetzt, die sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken. Jeder Körper ist anders. Aber Steh-Sitz-Tische sind ein gutes Beispiel für „one size fits all“: Sie können individuell auf die Körpergröße und die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer eingestellt werden.

„Aus einer zunehmenden Anzahl von Gründen möchten immer mehr Beschäftigte Sitz-Steh-Tische bekommen“

Anders Lundahl, Physiotherapeut und Ergonomieexperte bei Kinnarps

IDEAL FÜR ACTIVITY BASED WORKING

In offenen Bürolandschaften bieten sich Steh-Sitz-Lösungen besonders an: Hier benötigt man Büromöbel, die gleichermaßen ergonomisch und flexibel sind. Die Bürotische müssen sich einfach und intuitiv einstellen lassen.

Eine Display mit Höhenangabe vereinfacht die Einstellung außerordentlich. Speicherbare Einstellungen sind besonders bei häufiger Nutzung durch die gleichen Personen sinnvoll.       Selbstverständlich lässt sich jederzeit eine manuelle Feineinstellung vornehmen. Grundsätzlich sorgt das Wissen über die eigenen Einstellungswerte in der gesamten Bürolandschaft für optimale individuelle Ergonomie.

 

DIE RICHTIGE HÖHE BEIM SITZEN

„Die richtige Arbeitshöhe ist beim Sitzen genauso wichtig wie beim Stehen – ein weiteres Argument für die Anschaffung von Steh-Sitz-Tischen. Denn was nützt ein perfekt eingestellter Bürostuhl, wenn kein Bürotisch zur Verfügung steht, der sich an die richtige Sitzhöhe anpassen lässt?“, gibt Anders Lundahl zu bedenken.

Der Wechsel zwischen stehenden und sitzenden Tätigkeiten bei der Arbeit ist wichtig. Ständiges Sitzen schadet der Gesundheit, während langes Stehen ermüdend wirkt und ebenfalls nicht in ausreichendem Maß bewegungsfördernd ist.

„Ich empfehle, immer wieder neue Höheneinstellungen vorzunehmen, auch wenn man seine optimale Sitz- und Stehhöhe kennt und die individuellen Einstellungen speichern kann. Es gibt viele unterschiedliche Sitz- und Stehhaltungen – unser Körper ist einfach dafür geschaffen, sich zu bewegen."

Ein Steh-Sitz-Tisch ist die Grundvoraussetzung für mehr Bewegung und Gesundheit. Eine der wichtigsten Eigenschaften des Steh-Sitz-Tischs ist die einfache Höheneinstellung. Dadurch gewöhnt man sich eher Haltungswechsel an, bevor man es wegen Schmerzen in Nacken, Schultern und Rücken tut.

Anders Lundahl,Physiotherapeut und Ergonomieexperte bei Kinnarps

VIER TIPPS WIE MAN DIE BESCHÄFTIGTEN DAZU BRINGT, IHRE STEH-SITZ-TISCHE REGELMÄSSIG ZU NUTZEN

1

HÖHENANGABE IM DISPLAY

Eine Höhenangabe im Display am Bedienelement eines elektrisch höhenverstellbaren Steh-Sitz-Tischs erleichtert es den Beschäftigten, ihre individuelle Höheneinstellung vorzunehmen. Speicherbare Einstellungen sind besonders bei häufiger Nutzung durch die gleichen Personen sinnvoll.

2

SENSIBILISIERUNG UND EINWEISUNG

Damit die Beschäftigten ihre Steh-Sitz-Tische richtig und regelmäßig nutzen, müssen sie zuvor die Vorteile erkennen und die korrekte Anwendung erlernen. Eine kurze Anleitung mit Tipps und Ratschlägen auf jeden Tisch kann eine weitere Hilfe sein.

3

UNTERHALTSAME MOTIVATOREN

Heute gibt es eine Reihe von Fitness-Apps und Gadgets, die einen daran erinnern, die Haltung zu wechseln oder ein paar Übungen zu machen. Man kann auch einen Büro-Wettbewerb ausrufen: Wer wechselt am häufigsten seine Arbeitsposition?

4

LAUFBAND AUFSTELLEN

Ein Laufband am Steh-Sitz-Tisch sorgt für noch mehr Bewegung. Gleichzeitig arbeiten und laufen ist bei moderatem Tempo durchaus möglich. 

TIPP ZUR EINGEWÖHNUNG:

WER HÄUFIG IN LANGEN BESPRECHUNGEN ODER STÄNDIG AM ARBEITSPLATZ SITZT, SOLLTE BEI JEDER RÜCKKEHR AN SEINEN TISCH EINE WEILE IM STEHEN ARBEITEN!

Mit guten Steh-Sitz-Tischen kann man ein Arbeitsumfeld gestalten, das Raum für die Zusammenarbeit größerer Teams bereithält sowohl allgemein als auch auf den einzelnen Arbeitsplatz bezogen, alle funktionalen und ergonomischen Anforderungen erfüllt.

Aus vier elektrisch höhenverstellbaren Steh-Sitz-Tischen kann beispielsweise ein Kreativbereich entstehen. Die Tische können jedoch einfach zu persönliche Arbeitsplätzen umgewidmet werden. Besprechungen lassen sich trotzdem noch durchführen.

STAND DER FORSCHUNG

Langes Sitzen erhöht das Risiko von Erkrankungen. Sport und Bewegung in der Freizeit können die Gesundheitsrisiken im Büro zumeist nicht kompensieren – für Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit ist es entscheidend, wie die Beschäftigten ihre Arbeitszeit verbringen (1). Wenn man zweieinhalb Stunden im Stehen arbeiten,  verbrennt man täglich durchschnittlich 350 Kalorien. Beim Arbeiten im Stehen erhöht sich die Produktivität um 10 Prozent (2).

1.
2.

 

WEITERE BEDENKENSWERTE DETAILS

  • Es gibt Steh-Sitz-Tische mit einem besonders großen Höhenverstellbereich. Diese decken auch die Bedarfe besonders großer oder besonders kleiner Nutzer ab.

    Ebenso sind sehr geräuscharme Verstellmechanismen verfügbar. Sie können die Lärmbelastung im Büro reduzieren, akustische Störungen werden vermieden.